Trotz 30:29 über Schweden Einzug ins EM-Halbfinale verpasst

Quelle: www.dhb.de

Einen großen Kampf lieferten die deutschen Junioren in der Hauptrunde der EM gegen die favorisierten Schweden, siegten knapp mit 30:29 (17:11) und verpassten dennoch den Einzug ins Halbfinale. Die Schweden dagegen konnten jubeln, sie sind nach dem gestrigen 21:19 über Slowenien und trotz der knappen Niederlage gegen das DHB-Team sicher im Halbfinale. Durch das 29:27 über die Schweiz im letzten Gruppenspiel schnappte Slowenien der deutschen Mannschaft den zweiten Platz noch weg und zog unter die letzten Vier der EM ein.

„Schade, wir hatten es selbst in der Hand. Bei einem Sieg mit vier Toren Unterschied gegen Schweden wären wir durchgewesen. Das war auch drin, denn in der ersten Halbzeit haben wir die beste Leistung in diesem Turnier abgeliefert“, meinte DHB-Jugendkoordinator Christian Schwarzer.
Dabei hatten seine Spieler einen denkbar schlechten Start erwischt, lagen mit 0:4 hinten, um dann selbst mit sechs Toren in Folge das Heft in die Hand zu nehmen. In der Abwehr wurden die Zweikämpfe beherzt angenommen, die 6:0-Formation bewegte sich aktiv, zwang die Schweden, deren bis dato bester Mann Gottfridsson früh mit einem Nasenbeinbruch ausfiel, zu einigen Fehlern. Auch im Angriff wurde mit viel Durck und Dynamik gespielt, und so wurde der Vorsprung Tor um Tor ausgebaut. Zur Halbzeit führte das Team des DHB mit 17:11, der Einzug ins Halbfinale war greifbar nah.

„Dann kamen im Gehirn der Spieler einige Dinge in Bewegung, die sie glauben machten, das Spiel sei schon gelaufen“, vermutet der DHB-Trainer. Zu oft kamen seine Akteure nun in der Abwehr einen Schritt zu spät und auch im Angriff mangelte es an der nötigen Konzentration. Beim 23:20 war der benötigte Vier-Tore-Vorsprung wieder dahin. Nach dem 26:23 erzielten die Schweden vier Tore in Reihe und gingen sogar mit 27:26 in Führung. Eine Energieleistung von Markus Hansen drehte den Spieß zu Gunsten der deutschen Mannschaft, bei denen Pascal Durak mit seinem einzigen Tor den Sieg unter Dach und Fach brachte.
Danach half alles Daumendrücken der deutschen Equipe nichts mehr. Die Schweizer hielten gegen Slowenien lange Zeit mit, schafften die Überraschung aber letztlich nicht. Freitag und Samstag spielt das DHB-Team nun die Plätze 5 bis 8 aus.

„Das war eine sehr starke Leistung unserer Mannschaft in der ersten Halbzeit. Es war schwierig, dieses Niveau über die gesamte Spieldauer zu halten. In drei, vier Situationen wurden wir zudem von den Unparteiischen noch benachteiligt, sonst wäre der Sieg mit vier Toren Vorsprung drin gewesen. Dennoch ist ein Erfolg über die Favoriten aus Schweden aller Ehren wert“, erklärte DHB-Handball-Manager Heiner Brand auf der Tribüne in Ankara.

Die deutsche Mannschaft: Felix Storbeck (1.-47.), Malte Semisch (ab 48.); Patrick Zieker (4/3), Philipp Weber (3), Alexander Feld, Pascal Durak (1), Fabian Wiede (4), Julius Kühn (7), Dennis Backhaus , Ramon Tauabo, Patrick Schmidt, Jan Forstbauer (2), Markus Hansen (2), Nils Torbrügge (6), Finn Lemke (1), Marcel Niemeyer.

Getagged mit: , , , ,